Marktbericht 02 | 2019 – QUANTUMROCK
 

Marktbericht 02 | 2019

Marktbericht 02 | 2019

Die Finanzmärkte befinden sich derzeit im Spannungsfeld von Konjunkturangst und Zinshoffnung. Die Rezessionsangst vom Ende des Jahres 2018, sowie die weniger guten Konjunkturdaten der letzten Wochen haben die Zentralbanken von ihrem Kurs Abstand nehmen lassen, die Geldmenge weiter zurückzufahren. Die Bank of China ist seit Beginn des Jahres explizit expansiver in ihrer Geldpolitik geworden, die US FED deutlich weniger restriktiv und letzte Woche hat die EZB ein Ende der lockeren Geldpolitik weit in die Zukunft geschoben und sogar extra billiges Geld für die europäischen Banken angekündigt.

Das alles vor dem Hintergrund von politischen Ereignissen mit unbestimmtem Ausgang, wie dem BREXIT, dem Handelsstreit zwischen den USA und China sowie der anstehenden Europawahl sorgt derzeit für große Unsicherheit an den Märkten, von Rohstoffen über Anleihen und Aktien bis zu Währungen.

Das schafft das perfekte Umfeld für Anlagestrategien, die von Volatilität und der Bewegung von Märkten in beide Richtungen profitieren. Auch wenn man sich der derzeitigen Situation mit Szenarien und der Zuordnung von unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten nähern kann, bleibt doch festzustellen, dass unter Berücksichtigung der Risiken von langfristigen Investments in Anleihen und Aktien derzeit abgeraten werden muss.

Performance im Februar 20191

Absolute Return (A2HDY10)

Copernicus Strategy (A2HPGM) 

Commodity Strategy (A2HPGP)

Volatility Strategy (A2HPGN)

Liquid Equity Alpha Program (LEAP)

Hinweise

1Netto-Performance nach Management-/Performancefee und Brokergebühren
BTOP50 – Barclay BTOP50 Index Investable Benchmark
BTH – Barclay Hedge Fund Index

Marktkommentar zum Februar 2019

Im Februar sind europäische Aktien gemessen am Europe STOXX 600 um 3,9 % gestiegen. Die Copernicus Strategie ist im gleichen Zeitraum um 0,07 % gestiegen.

Die Ängste um Rezession und Handelskrieg, die Ende des Jahres 2018 für einen Ausverkauf bei Aktien gesorgt hatten, wurden weniger. Somit finden sich die meisten Investoren mit zu wenig Aktien in ihrem Portfolio wieder und laufen jetzt den Kursen hinterher. Fast ohne Reaktion sind die Aktienmärkte im Februar weiter gestiegen, wenn auch mit geringerem Tempo. Die Aktien von Unternehmen mit zyklischerem Geschäft haben mehr profitiert als Unternehmen mit eher defensivem Geschäft.

Unser Netto Investitionsgrad war im Verlauf des Monats zwischen 75% und 100%. Erst an den letzten Handelstagen haben wir sie gegen Null% gefahren, weil die Aktienmärkte wichtige technische Niveaus erreicht haben und nun eine Reaktion nicht ausgeschlossen werden kann.

Unsere Short Positionen sind den Monat wieder angestiegen. Zusätzlich zu takeaway.com, Fielmann, Pernod-Ricard und Diageo haben wir einige überbewertete Aktien der Getränke und Lebensmittelindustrie leer verkauft, wie Nestle, InBev und Mondelez, als auch Unternehmen der Haushalts- und Kosmetikindustrie, wie L’Oreal und Procter & Gamble. Zum Ende des Monats haben wir noch überbewertete zyklische Titel wie Dassault System und Legrand leer verkauft.

Auf der Long Seite haben wir einige gut gelaufene Aktien verkauft, deren Bewertung nun nicht mehr als extrem billig herausstechen, wie Peugeot, Siltronic, Sixt, Rheinmetall, OMV, Deutz, Bilfinger und Deutsche Post. Die Aktien haben eine gute Erholung gemacht und gehören jetzt nicht mehr zu den am meisten unterbewerteten Aktien unseres Betrachtungsuniversums.

Das Februar Ergebnis wurde positiv beeinflusst von Clas Ohlsen, Bang & Olufsen und Faurecia. Negative Beiträge lieferte takeaway.com.

Wir erwarten eine kurze Reaktion zu Beginn des neuen Monats und dann eine Fortsetzung der Käufe von Aktien, die in den meisten Portfolios noch deutlich zu unterrepräsentiert sind.

Wir sehen weiterhin keine Rezession kommen, sowie Kompromisse im Handelsstreit zwischen China und den USA und eine Verschiebung des Brexit Temins.

Die Bewertungen des Gesamtmarktes europäischer Aktien kann mit 12,6 x 2020 Gewinnen immer noch als moderat bezeichnen werden. Die US-amerikanischen Aktien sind dagegen mit 15,1 x 2020 Gewinnen deutlich höher bewertet. Betrachtete man das zyklisch normalisierte KGV, dass sog. Shiller CAPE der USA mit dem Europas fällt der Unterschied noch deutlicher aus. Die USA sind derzeit auf einem historisch hohen Niveau von 30, während das in Europa bei 16 liegt. Wenn man noch das unterschiedliche Zinsniveau berücksichtigt mit denen die Gewinne abgezinst werden, sind die Barwerte der Gewinne europäischer Unternehmen deutlich günstiger bewertet.

Da wir erwarten, dass die US Administration eine US Dollar Abwertung anstreben wird um die Wirtschaft für die Wahl zum Präsidenten 2020 gut dastehen zu lassen und der US Dollar sowieso überbewertet ist, spricht die Währung zusätzlich für Aktien in Europa statt den USA.

Wir werden daher fürs Erste eine Netto Long Position zwischen 50 % und 75 % anstreben.

Dennoch müssen wir davon ausgehen, dass wir das Hoch für diesen Aktienzyklus gesehen haben und uns ab Mitte des Jahres auf weitere Rückgänge gefasst machen. Dabei sind eher langfristig Faktoren wie steigende Kosten für Löhne, Staatsaugaben und Rohstoffe die treibenden Kräfte.

Im Februar setzte sich der Aufwärtstrends der Rohstoffe, der schon im Januar zu beobachten war, fort. The S&P GSCI Index erzielte eine Rendite von 3.8 %, was für das Jahr gesehen 12.9 % bedeuted. Der Dow Jones Commodity Index (DJCI) stieg um 1.9% und schloss damit Year-To-Date mit 7.4% ab.

Hauptausschlaggebend war in beiden Indizes die positive Entwicklung des Ölpreises, während der Abwärtstrend in Weizen die Gesamtentwicklung etwas bremste. Bezüglich der Sektorperformance ist vor allem die Outperformance der Energie- und Industriemetall Sektoren erwähnenswert, die sich im Gegensatz zu Edelmetallen, Nutztieren und dem landwirtschaftlichen Sektor besser entwickeln konnten.

Zieht man die positive Rendite des amerikanischen Aktienmarkts und des Markts der Schwellenländer in Betracht, lässt sich als Grund für den insgesamt positiven Trend der Rohstoffe eine Zunahme des Investorenvertrauens und eine damit verbundene, gesunkene Wahrscheinlichkeit einer globalen Rezession, die sich negativ auf Rohstoffangebot und Nachfrage auswirken könnte, ausmachen.

 

Performance

Die Performance des Zertifikats betrug im Februar -1.23%. Die Goldminers Position verlor hierbei -0.41%. Die Positionen in Crude Oil und Natural Gas verzeichneten einen Verlust von -0.69% und -0.37%. Die Wochendtrendstrategien in Heating Oil, Korn, Kansas Wheat und Gasoline erzielten einen Gewinn von 0.24%.

Die verbesserte Gesamtstimmung am Aktienmarkt, einhergehend mit der Hoffnung auf eine Einigung im Handelsstreit zwischen China und den USA führte, wie zu erwarten war, zu weiter sinkenden impliziten Volatilitäten.

Die realisierte Volatilität war deutlich niedriger als die Januarstände der impliziten Volatilität vermuten hätten lassen können.

Die implizite Korrelation einzelner Aktien sank geringfügig und verdeutlicht damit die Einschätzung der Marktteilnehmer, dass idiosynkratische Risiken wieder an Bedeutung gewinnen. Die impliziten Volatilitäten auf dem FX Markt sanken ebenfalls, jedoch in geringerem Ausmaß als die gesunkenen impliziten Volatilitäten auf dem Aktienmarkt indizieren würden.

Die impliziten Volatilitäten im Bondmarkt waren im historischen Kontext weiterhin fair gepreist.

Die höchste Volatilitätsrisikoprämie konnte im US Aktienmarkt gehoben werden. Im FX Bereich war die Risikoprämie leicht negativ.

 

Performance

Das Zertifikats hat im Februar -0.25% verloren. Das Trading im Zertifikat wurde Mitte des Monats aufgenommen. Der Gewinn der positiven Allokation im S&P 500 war 0.01%. Die Short Vixx Positionen verloren hingegen -0.23%.

Der US Aktienmarkt verzeichnete im Februar einen weiteren Anstieg, der auf den anhaltenden Optimismus bezüglich einer Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China zurückzuführen ist. Zusätzlicher positiver Faktor war die Nachricht seitens der FED, dass man von weiteren Leitzinserhöhungen absähe.

Die Hoffnung auf eine Regelung des US-China Handelsstreits beflügelte auch den internationalen Aktienmarkt. So stieg der MSCI Developed Market Index (EAFE) um 2.62%. Europäische Aktien, vor allem französische, verzeichneten solide Gewinne. Ebenso konnten sich die Märkte in Holland, der Schweiz und in England positiv entwickeln. Der deutsche Aktienindex, obwohl bedroht von eventuellen Strafzöllen auf US-Exporte der Automobilindustrie, konnte ebenso mit 3.1% eine positive Rendite erzielen. Außerhalb Europas entwickelten sich auch Hong Kong, Australien und Japan positiv.

 

Performance

Trading Beginn war der 14. Februar. Die Gesamtperformance betrug -0.62%. Sowohl die Long Position im S&P 500, als auch die Short Vixx Position, trugen zum Verlust bei (-0.31% und -0.24%).



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